Kölner Bar Camp 20.6.26 – Wir beteiligen uns an einer Resolution

Am 20. Juni 2026 nahmen mit Anke, Mustafa und Michaela drei Mitglieder unseres Vorstands am ganztägigen Kölner Barcamp „Flucht und Migration – Ja zu Migration“ teil. Es kamen über 130 Menschen zusammen: direkt Betroffene, Ehrenamtliche, Fachkräfte aus Sozialer Arbeit und Rechtsberatung, Aktivist:innen, Kulturschaffende und engagierte Bürger:innen aus der ganzen Stadt.

Gemeinsam haben wir über die Realität gesprochen, mit der Menschen auf der Flucht konfrontiert sind – auf dem Weg hierher und nach ihrer Ankunft. Was wir an aktuellen Verschärfungen im Zuge der GEAS-Reform gehört haben, ist dringend. Menschen dürfen Aufnahmeeinrichtungen nicht verlassen. Anwält:innen können ihre Mandant:innen nicht erreichen. LGBTQA+-Geflüchtete sind auch in Einrichtungen gefährdet, die sie eigentlich schützen sollten. Afghanische Familien leben unter der ständigen Angst vor Abschiebung in ein Land, das heute von denen regiert wird, die sie verfolgt haben. Familien mit Kindern werden in Großunterkünften statt in Wohnungen untergebracht. Viele dieser Zustände sind nicht unvermeidlich – sie sind das Ergebnis konkreter Entscheidungen konkreter Institutionen.

Wir glauben, dass andere Entscheidungen möglich sind. Die an diesem Tag erarbeitete Resolution ist das Ergebnis eines gemeinsamen Tages des Zuhörens, Diskutierens und Arbeitens von engagierten Menschen, die sich oft seit Jahren oder Jahrzehnten mit Bedingungen von Flucht und Ankommen beschäftigen. Diese Resolution richtet sich an das Land Nordrhein-Westfalen und an die Stadt Köln. Wir fordern beide auf, Verantwortung zu übernehmen – nicht abstrakt, sondern in konkreten, nachprüfbaren Schritten.