
An einem Dienstag vor den Sommerferien traf sich unsere 17-köpfige multikulturelle Ausflugsgruppe am Bahnhof Kalscheuren, um einen Tag lang unsere Landeshauptstadt zu erkunden. Viele von uns waren tatsächlich das erste Mal dort!
Zunächst haben wir uns einen Überblick von oben verschafft, genauer gesagt vom Rheinturm in der schwindelerregenden Höhe von 168 m. Es war sehr beeindruckend im neuen Hafenviertel die modernen gewundenen Bauten des international renommierten Architekten Gehry nicht nur hautnah, sondern auch aus der Vogelperspektive zu bewundern. Ein weiterer Blick von oben auf den Landtag offenbarte uns dessen wohldurchdachte Architektur, die Prinzipien unserer Demokratie wie Transparenz und Bürgernähe spiegeln soll. Eine runde Sache, kann man sagen!
Die den Landtag umgebende Grünfläche am Rhein nutzten wir für ein ausgiebiges Picknick, bevor wir uns auf den „Fernwanderweg“ am Rhein entlang und durch die Altstadt bis zum Hofgarten machten. Es waren an diesem Wochentag vor den Ferien noch nicht allzu viele Touristen, Altbierfreunde und Museumsbesucher unterwegs. Letzteres verschaffte uns eine einmalige Chance! Als große Gruppe mit überwiegendem Anteil an Geflüchteten wurde uns auf spontane Anfrage hin ein kostenfreier Eintritt gewährt ins K20, dem bekannten Museum für moderne Kunst des 20. Jahrhunderts am Grabbeplatz. Die wenigsten von uns hatten drinnen so viel räumliche Weite und kreative bis freche Überraschungen erwartet.
Durch den unteren Hofgarten – übrigens die erste für Bürger frei zugängliche Parkanlage Deutsch-lands – näherten wir uns dann der Welt des Konsums und des Genusses. Kaum ließen wir die letzten Bäume des Hofgartens hinter uns, entdeckten wir den modernen Gebäudekomplex „Kö-Bogen“ mit seinen internationalen Mode- und Einrichtungsgeschäften. Leider enttäuschte uns später die als unser abschließender Höhepunkt gedachte Luxusmeile Königsallee, kurz „die Kö“ genannt, aufgrund der vielen Baugerüste und Leerstände – „Nix bliev wie et wor“ bemerken da die Kölner lakonisch.
Wir aber sind an diesem Tag voll auf unsere Kosten gekommen und nach einer stärkenden Einkehr in der Altstadt mit vielen positiven Eindrücken und bester Laune per Bahn zurück nach Hürth gefahren.




