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Gegen das Vergessen in Hürth

27.1.2020

Was ist ein Stolperstein und warum heißen die kleinen Messingplatten so, die in Hürth an einigen Stellen in den Boden eingelassen sind? Diese Fragen waren Gegenstand einer Deutschstunde für Geflüchtete, die der Verein Hürther Brücke der Kulturen am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gab.

In der Mittagszeit putzte dann eine kleine Gruppe die Gedenktafel von Karl Lauer in Efferen. Die Hürther Brücke hat die Patenschaft für diesen Stolperstein übernommen. Der Verein wird ihn ab sofort mindestens zu Gedenktagen wie dem 27. Januar und dem 9. November (Erinnerung an die Pogromnacht) reinigen. Dem Vorstand ist es ein Anliegen, sich neben der Flüchtlingshilfe auch gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus einzusetzen.

Insgesamt sind in Hürth 32 Stolpersteine vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt worden. Sie erinnern an Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Sie liegen jeweils an der letzten bekannten Adresse. In Hürth haben die meisten Stolpersteine Paten. Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich an den Stadtarchivar Michael Cöln im Rathaus wenden.

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