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Unser „Kultur am Montag“-Klub gestaltete an einem Nachmittag in der Karwoche einen im wahrsten Sinne bunten Nachmittag. Zusammen mit ihren Kindern bemalten und färbten sechs Teilnehmerinnen aus der Ukraine, der Türkei, dem Irak, Syrien und Russland jede Menge teils ausgeblasene, teils gekochte Eier zu wahren Kunstwerken! Und es hieße nicht „Café“, wenn es dazu keinen Kaffee bzw. Saft und die leckeren frisch gebackenen Waffeln von Regina gegeben hätte.

Mit dieser Aktion ergänzten wir – zwei Wochen nach dem gemeinsamen Fastenbrechen mit unseren Muslimen – den interreligiösen Dialog mit christlichen Ritualen. Was zunächst im Kurs mit Informationen zur Osterfeier und verschiedenen Osterbräuchen begann, läutete nun mit fröhlicher Kreativität die Vorfreude auf die Festtage ein. Ludmila verabschiedete sich sehr zufrieden mit den Worten „So ein Bemalen von Ostereiern habe ich tatsächlich heute zum ersten Mal gemacht. Obwohl es diese Bräuche auch in meiner Heimat Russland gibt. Es war richtig schön.“

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Dieses Jahr starteten die muslimische und die christliche Glaubensgemeinschaft zum gleichen Termin in die Fastenzeit. Ein Grund mehr, dem interreligiösen Dialog besonderen Raum zu geben.

Das schon traditionelle gemeinsame Fastenbrechen, genannt IFTAR, am 11.3.26 in unseren Räumen war wieder gut besucht, gesellig und einmal mehr ein Genuss an dem von den Teilnehmern vielfältig bestückten Buffet.

Dieses Mal gab es in Anschluss ans Essen einen informativen Programmteil zu Fastenzielen und -gebrächen im Ramadan, den unser Vorstandsmitglied Mustafa aus dem Irak – ergänzt um Informationen zweier weiterer muslimischer Vorstandsmitglieder aus Afghanistan und Syrien – vorbereitet hatte. Er stieß damit einen bereichernden Austausch unter den anwesenden Muslimen, Christen und Jesiden aus verschiedenen Herkunftsländern und mit verschiedener religiöser Prägung an.

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Mit der Unterstützung der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln haben wir unser bisheriges Angebot „Joblotsen“ überarbeitet und neu konzipiert.

Die Angebote :

  • Einzelnachhilfe in Deutsch und Mathematik für Geflüchtete in Einstiegsqualifizierung, Ausbildung, Job, Berufskolleg oder vor dem Studium
  • Individuelle Prüfungsvorbereitungen B1- DTZ/-Beruf bis C1- Beruf/- Hochschule
  • Bewerbungshilfen und- trainings, Einzelcoaching und Nutzung unserer Hardware

Das Projekt war bis ezember 2025 befristet.

Weiterhin stehen wir den Arbeitgebern als Ansprechpartner in allen Themen, die geflüchtete Arbeitnehmer:innen betreffen, zur Verfügung.

           

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September 2022: Das Unternehmen „Westenergie“ unterstützt für ein Jahr als Sponsor die HBK.

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„Von den 93 Juden, die zwischen 1933 und 1945 in Hürth lebten, sollten am Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nur zwölf überleben“, berichtete Hürths Stadtarchivar Michael Cöln und verwies in seiner Ansprache auf ein Interview mit der Zeitzeugin Hedwig Heller aus dem Jahr 1989.

Demnach sei die Metzgerei von Albert Heidt und die angrenzenden Räume an der Luxemburger Straße, wo sie als Haushaltsgehilfin und ihr Mann Josef als Metzger gearbeitet hatten, während der Kristallnacht völlig zerstört worden. Die Aktion wurde von einem Trupp Nazis, die aus Kalscheuren gekommen waren, ausgeführt. Vor dem Haus sind sie über Werner Heidt, der gerade aus der Schule kam, hergefallen und haben ihn auf der Straße zerschlagen und zertreten. Die Mutter ist hinausgelaufen und hat die Kerle von Werner losgerissen. Sie haben daraufhin alles im Geschäft zerstört, anschließend dem alten Heidt aufgelauert, als dieser vom Schlachthof aus Köln zurückkehrte, ihm das Nasenbein eingeschlagen und ihn abgeführt. Ähnliche Verwüstungen richteten sie in unmittelbarer Nähe in der Metzgerei von Fritz Heidt, dem Bruder von Albert Heidt, in der Kirchstraße, der jetzigen Severinusstraße, an.
Von hier aus ging es mit dem Lastwagen nach Alstädten zu Ludwig Berg. Der Viehhändler und Metzger war bis zur Auflösung der Synagoge 1937 Vorsteher und Schächter der Hürther Synagogengemeinde. Doch hier war bereits ein anderer Trupp tätig geworden, sämtliches Mobiliar und Hausrat sowie Lebensmittelvorräte lagen bereits zerstört auf dem Hof der Bergs.
Ludwig Berg wurde von einem Polizisten die Alstädter Hauptstraße hinuntergeführt und von der fanatisierten Menge immer wieder geschlagen.

Foto: Pütz

Nach einer Gedenkminute zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung in einem Schweigegang in Richtung des Platzes „An der alten Synagoge“. Auf dem Weg dorthin legten sie vor dem Haus Nummer Sieben in der Pastoratstraße einen Zwischenstopp ein. Dort befinden sich Gedenksteine für Regina Kaufmann und ihren Sohn Isidor. Wie Bettina Tanneberger von der Hürther Brücke der Kulturen erzählte, betrieben beide nach dem Tod ihres Gatten und seines Vaters Isaak die dortige Metzgerei seit 1914 weiter. Isidor flüchtete im September 1938 nach Brüssel und zwei Jahre später nach Frankreich. Am 10. August 1942 wurde er mit einem Transport aus Südfrankreich in Auschwitz eingeliefert und dort einen Monat später ermordet. Mutter Regina wurde am 15. Juni 1942 nach Theresienstadt in Tschechien deportiert und starb dort im Dezember desselben Jahres. „Rassismus dürfen wir nicht totschweigen“, mahnte Bettina Tanneberger.
Am Platz „An der Alten Synagoge“ legten Bürgermeister Dirk Breuer und Ortsvorsteher Thomas Fund im Beisein von Stadtarchivleiter Michael Cöln einen Gedenkkranz nieder.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schweigegangs zündeten zum Gedenken Kerzen an. Musikschulleiter Michael Schumacher begleitete die Versammlung musikalisch mit Trompetenspiel.
Breuer hob die große Bedeutung jüdischen Lebens für die Gesellschaft seit 1700 Jahren in Deutschland hervor. „Die Vergangenheit, jene schrecklichen Tage, an die wir heute erinnern, diese Vergangenheit können wir nicht ändern. Aber wir können dafür sorgen, dass wir in unserer Gegenwart in Hürth, in einem Land, in einer Welt leben, in der alle Menschen, unabhängig von religiöser und politischer Überzeugung, unabhängig von Aussehen und ethnischer Zugehörigkeit, in der alle Achtung, Freiheit und Sicherheit finden und in der die Bürgerrechte und die Würde eines jeden Menschen gewahrt bleiben“, mahnte Breuer.

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November 2022: Besuch der großen Synagoge in Köln mit einer HBK-Gruppe, organisiert von Aktion Neue Nachbarn.

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2017:

Herr Bürgermeister Dirk Breuer übernimmt die Schirmherrschaft über die Hürther Brücke der Kulturen e.V.

Die Freude ist auf beiden Seiten groß.

 

Bis heute hat Herr Breuer ein offenes Ohr für uns und wir sind in regelmäßigem Austausch.

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Spende MGV Liederkranz

Am 22.08.2022 überreichte uns der Vorsitzende des MGV Liederkranz eine Spende über 400 Euro.

Die Freude auf unserer Seite war groß, nicht nur über die Spende, sondern auch über das für uns gesungene Ständchen.

Herzlichen Dank!

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Hürther Familienfest 2022 des Stadtsportverbandes

Bei schönstem – nämlich nicht so heißem – Wetter fand am letzten Samstag das Hürther Familienfest 2022 des Stadtsportverbandes statt. Zu unserer großen Freude diesmal auf dem Otto-Räcke-Platz, also genau vor unserer Tür.

Zahlreiche Besucher:innen konnten sich unter den Platanen an den vielen Ständen unterschiedlichster Initiativen und Vereine über deren Arbeit informieren und an jedem Stand gab es Aktionen für die Kinder. Auf dem Rathausvorplatz oberhalb war ein vielfältiges Bühnenprogramm zu bewundern, bei dem der ukrainische Volkstanz einer großen Gruppe von Erwachsenen und Kindern aus der Ukraine sich als Publikumsmagnet erwies. Auf dem Parkplatz vor dem Rathaus konnten sich die Kinder auf einer riesigen Hüpfburg austoben.

An unserem Stand haben unsere Ehrenamtlichen mit Kinderngebastelt und der Andrang war wirklich groß. Manche von uns können jetzt Fische basteln ohne hinzusehen .

Gleichzeitig sind wir auch mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, hatten den ein- oder anderen prominenten Besuch und viele Interessenten an den Fahnen („Kein Ort für Rassismus“), von denen einige verkauft und vorbestellt wurden.

Wenn es nach uns ginge: Bitte diesen Veranstaltungsort beibehalten! Das gefiele uns schon sehr gut! Und das nicht nur, weil wir unseren Stand lediglich aus dem Keller nach draußen bringen und dort gleich aufbauen konnten, sondern auch wegen der wirklich schönen Location mitten in Hürth.

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Mai 2022 Nach Ende der zweijährigen Coronabeschränkungen konnte endlich der Startschuss fallen für unsere neuesten Projekte. Wir haben unser Spektrum erweitert um ehrenamtliche Deutschkurse für ukrainische Geflüchtete, ein integrationsförderndes Kulturprojekt (Kulturclub) und um die Zielgruppe „Migrantenkinder mit Förder- und Motivationsbedarf“.

In den Osterferien verbrachten dank finanzieller Unterstützung durch die Volksbank Rhein-Erft 14 Grundschulkinder aus Migrantenfamilien, die unter den Coronaeinschränkungen besonders gelitten hatten, eine unbeschwerte Zeit miteinander: Neben Osterbasteln und Malaktionen standen auch Ausflüge in die Natur, ein Zauberworkshop und ein Museums­besuch auf dem Programm. Eine Aktion, an der nicht nur die Kinder, sondern auch die Ehrenamtlerinnen viel Spaß hatten. Geplant ist, in den Sommerferien ein ähnliches Angebot für geflüchtete ukrainische Kinder durchzuführen.

Ende Februar starteten auch die Vorbereitungen für ein von der Aktion Neue Nachbarn der Erzdiözese unterstütztes Kulturprojekt der Hürther Brücke. Ergebnis war die Gründung eines interkulturellen Kulturclubs, der Migranten und Hiesige zum gemeinsamen Erleben von Kultur und zum Austausch darüber zusammenbringt. Es ist ein nachhaltiges Projekt, das wir zunächst bis Ende 2022 mit einem abwechslungsreichen Programm fortführen werden.

Mittlerweile sind wir erfolgreich gestartet: Neben einer Domführung, dem Besuch einer Matineevorstellung in der Philharmonie und einem Ausflug nach Kommern ins Freilichtmuseum stand auch bereits eine Kölner Autorenlesung auf dem Programm. Erfreulicherweise erweitert sich der Kreis der Interessenten mit jeder Veranstaltung.

In den nächsten Monaten sind in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Aktionen geplant. So wird es zum Beispiel bis zum Sommer noch Filmvorführungen, Comedy im Lions-Zirkuszelt, Besuche der Großen Moschee und des EL-DE-Hauses in Köln, u.v.m. geben.

Ankündigungen sind auch auf unseren mehrsprachigen Seiten bei Facebook und Instagram zu finden.