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Alle Jahre wieder zur Sommerszeit: Der Stadtsportverbund hatte am letzten Samstag der Schulferien zum 19. Hürther Familienfest auf dem Otto-Räcke-Platz eingeladen, an dem auch wir wie in den vergangenen zehn Jahren mit einem Stand teilnahmen. Aufgrund der günstigen angrenzenden Lage unserer Vereinsräume war es für uns eine Selbstverständlichkeit, den Kolleg*innen der anderen Stände Zugang zu unseren Sanitärräumen sowie Taschenablagen und Getränke in unserem Begegnungsraum anzubieten. Der Stadtsportverband sponserte Brötchen und Aufschnitt für ein kleines Frühstück in unserem Büro für alle Teams. Die Angebote wurden gerne angenommen und so kam man beim Päuschen mit anderen Ehrenamtlichen leicht ins Gespräch.

Unser Angebot am Stand richtete sich vor allem an Kinder und Jugendliche, denen Helfer aus dem Kreis unserer Klienten gern farbige Wollfäden in Zöpfe einflochten oder im Falle kurzer Haare Strähnene mit Kunsthaar verlängerten und so auch lange bunte Zöpfe erzeugen konnten. Die Nachfrage nach unserem Angebot war trotz der zahlreichen anderen Angebote wieder erfreulich hoch. Um über Anforderungen an Geflüchtete zu informieren und um mit Festbesuchern ins Gespräch zu kommen, lockten wir mit vier „Quiz“fragen aus dem Fragenkatalog des Tests „Leben in Deutschland“ unter dem Motto „Hätten Sie’s gewusst?“.

Bei Sonnenschein und trotz der teilweise kräftigen Windböen erfreute sich das diesjährige Familienfest eines besonders großen Besucherzuspruchs.

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An einem Dienstag vor den Sommerferien traf sich unsere 17-köpfige multikulturelle Ausflugsgruppe am Bahnhof Kalscheuren, um einen Tag lang unsere Landeshauptstadt zu erkunden. Viele von uns waren tatsächlich das erste Mal dort!

Zunächst haben wir uns einen Überblick von oben verschafft, genauer gesagt vom Rheinturm in der schwindelerregenden Höhe von 168 m. Es war sehr beeindruckend im neuen Hafenviertel die modernen gewundenen Bauten des international renommierten Architekten Gehry nicht nur hautnah, sondern auch aus der Vogelperspektive zu bewundern. Ein weiterer Blick von oben auf den Landtag offenbarte uns dessen wohldurchdachte Architektur, die Prinzipien unserer Demokratie wie Transparenz und Bürgernähe spiegeln soll. Eine runde Sache, kann man sagen!

Die den Landtag umgebende Grünfläche am Rhein nutzten wir für ein ausgiebiges Picknick, bevor wir uns auf den „Fernwanderweg“ am Rhein entlang und durch die Altstadt bis zum Hofgarten machten. Es waren an diesem Wochentag vor den Ferien noch nicht allzu viele Touristen, Altbierfreunde und Museumsbesucher unterwegs. Letzteres verschaffte uns eine einmalige Chance! Als große Gruppe mit überwiegendem Anteil an Geflüchteten wurde uns auf spontane Anfrage hin ein kostenfreier Eintritt gewährt ins K20, dem bekannten Museum für moderne Kunst des 20. Jahrhunderts am Grabbeplatz. Die wenigsten von uns hatten drinnen so viel räumliche Weite und kreative bis freche Überraschungen erwartet.

Durch den unteren Hofgarten – übrigens die erste für Bürger frei zugängliche Parkanlage Deutsch-lands – näherten wir uns dann der Welt des Konsums und des Genusses. Kaum ließen wir die letzten Bäume des Hofgartens hinter uns, entdeckten wir den modernen Gebäudekomplex „Kö-Bogen“ mit seinen internationalen Mode- und Einrichtungsgeschäften. Leider enttäuschte uns später die als unser abschließender Höhepunkt gedachte Luxusmeile Königsallee, kurz „die Kö“ genannt, aufgrund der vielen Baugerüste und Leerstände – „Nix bliev wie et wor“ bemerken da die Kölner lakonisch.

Wir aber sind an diesem Tag voll auf unsere Kosten gekommen und nach einer stärkenden Einkehr in der Altstadt mit vielen positiven Eindrücken und bester Laune per Bahn zurück nach Hürth gefahren.

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Im unserem Begegnungsraum präsentierten wir an einem Montagnachmittag in den Sommerferien einem guten Duzend großer und kleiner Zuschauer ab 6 Jahre den Wohlfühl-Kinofilm „Der Buchspazierer“. Natürlich durften Chips, Schokolade und Softgetränke nicht fehlen.

Es handelt sich um eine märchenhafte und vor allem ruhige und gut verständliche Verfilmung des gleichnamigen Buches des Hürther Autors Carsten Henn. Wir erlebten eine berührende Geschichte von Verlust und Einsamkeit einerseits und von der heilenden Kraft der Freundschaft und der Magie der Weltliteratur andererseits.

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Mustafa Jibrin, unser Vorstandsmitglied und bei uns angestellter KIM-Berater, studiert parallel an der Universität zu Köln im Masterstudium Jura. Dort ist er ebenfalls beratend aktiv in der Refugee Law Clinic Cologne, einem Teilbereich des Academic Refugee Support Uni Köln.

Anlässlich des Sommerfests des Academic Refugee Support Uni Köln zum 10jährigen Jubiläum hat sich Mustafa daran beteiligt, einen Teil der bunten und breit gefächerten Unterstützungslandschaft für Geflüchtete im Kölner Raum vorzustellen.

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Am 20. Juni 2026 nahmen mit Anke, Mustafa und Michaela drei Mitglieder unseres Vorstands am ganztägigen Kölner Barcamp „Flucht und Migration – Ja zu Migration“ teil. Es kamen über 130 Menschen zusammen: direkt Betroffene, Ehrenamtliche, Fachkräfte aus Sozialer Arbeit und Rechtsberatung, Aktivist:innen, Kulturschaffende und engagierte Bürger:innen aus der ganzen Stadt.

Gemeinsam haben wir über die Realität gesprochen, mit der Menschen auf der Flucht konfrontiert sind – auf dem Weg hierher und nach ihrer Ankunft. Was wir an aktuellen Verschärfungen im Zuge der GEAS-Reform gehört haben, ist dringend. Menschen dürfen Aufnahmeeinrichtungen nicht verlassen. Anwält:innen können ihre Mandant:innen nicht erreichen. LGBTQA+-Geflüchtete sind auch in Einrichtungen gefährdet, die sie eigentlich schützen sollten. Afghanische Familien leben unter der ständigen Angst vor Abschiebung in ein Land, das heute von denen regiert wird, die sie verfolgt haben. Familien mit Kindern werden in Großunterkünften statt in Wohnungen untergebracht. Viele dieser Zustände sind nicht unvermeidlich – sie sind das Ergebnis konkreter Entscheidungen konkreter Institutionen.

Wir glauben, dass andere Entscheidungen möglich sind. Die an diesem Tag erarbeitete Resolution ist das Ergebnis eines gemeinsamen Tages des Zuhörens, Diskutierens und Arbeitens von engagierten Menschen, die sich oft seit Jahren oder Jahrzehnten mit Bedingungen von Flucht und Ankommen beschäftigen. Diese Resolution richtet sich an das Land Nordrhein-Westfalen und an die Stadt Köln. Wir fordern beide auf, Verantwortung zu übernehmen – nicht abstrakt, sondern in konkreten, nachprüfbaren Schritten.

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Unser „Kultur am Montag“-Klub gestaltete an einem Nachmittag in der Karwoche einen im wahrsten Sinne bunten Nachmittag. Zusammen mit ihren Kindern bemalten und färbten sechs Teilnehmerinnen aus der Ukraine, der Türkei, dem Irak, Syrien und Russland jede Menge teils ausgeblasene, teils gekochte Eier zu wahren Kunstwerken! Und es hieße nicht „Café“, wenn es dazu keinen Kaffee bzw. Saft und die leckeren frisch gebackenen Waffeln von Regina gegeben hätte.

Mit dieser Aktion ergänzten wir – zwei Wochen nach dem gemeinsamen Fastenbrechen mit unseren Muslimen – den interreligiösen Dialog mit christlichen Ritualen. Was zunächst im Kurs mit Informationen zur Osterfeier und verschiedenen Osterbräuchen begann, läutete nun mit fröhlicher Kreativität die Vorfreude auf die Festtage ein. Ludmila verabschiedete sich sehr zufrieden mit den Worten „So ein Bemalen von Ostereiern habe ich tatsächlich heute zum ersten Mal gemacht. Obwohl es diese Bräuche auch in meiner Heimat Russland gibt. Es war richtig schön.“

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Beim diesjährigen Albert-Schweitzer-Tag des ASG für Demokratie und ein verantwortliches Miteinander haben wir am 18. März 2026 gerne ein Projekt mitgeleitet.

Unsere Gruppe aus 19 Schülern und Schülerinnen der Mittelstufe des ASG begab sich mit einer Lehrerin und den beiden Vertreterinnen des Bündnisses „Wir sind Hürther“ und der „Hürther Brücke der Kulturen“ zu Fuß vom ASG bis nach Efferen auf die Spuren einiger unter Hitler deportierter und ermordeter Mitmenschen. Wo diese einmal gewohnt haben und von dort verschleppt wurden, davon zeugen in Hürth 32 in den Asphalt eingelassene Stolpersteine aus Messing. „Vergessen ist nur, dessen Name vergessen ist“, heißt es im Talmud.

Wir waren vorbereitet: Acht Jungen und Mädchen wienerten im Wechsel mit Scheuermittel, bis sie die vier Stolpersteine der Familie Heidt in der Severinusstraße 32 vom dunklen Schmutz der Straße befreit und zu frischem Glanz gebracht hatten. Die eingravierten und nun gut lesbaren Daten gingen allen sehr nahe, waren doch die Kinder der ermordeten jüdischen Familie in etwa so alt wie die meisten von ihnen. Dass jeder Hürther Bürger eine Putz-Patenschaft über ausgewählte Stolpersteine übernehmen kann, wollten einige als Anregung mit in ihre Familie oder in ihre Schule nehmen. An einem weiteren Stolperstein in Efferen für den KPD-Angehörigen Wilhelm Stahl erfuhren die Schüler und Schülerinnen, dass es im totalitären Staat alle traf (so wie es auch heutzutage alle treffen könnte), die eine eigene Meinung und Mitgefühl haben und es wagen sich gegen eine Gewaltherrschaft zu erheben. Lassen wir es also niemals wieder so weit kommen!

Nach einer Picknickpause im Park und insgesamt vier intensiv „erstolperten“ Kilometern wurden wir im kleinen Kino der Hürther „Lichtspielfreunde“ in der Ritterstraße mit Limo und Popcorn (gegen eine Spende) erwartet. Der Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ war sehr authentisch und fesselnd. Bei der Frage am Schluss „Wie aber konnte Hitler denn ein rosa Stofftier stehlen?!“ waren sich alle einig, dass es aus Kindersicht der Abschied von allem war, nämlich von Schmusetieren, geliebten Familienmitgliedern, der Heimat, der Würde und der Sicherheit.

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Dieses Jahr starteten die muslimische und die christliche Glaubensgemeinschaft zum gleichen Termin in die Fastenzeit. Ein Grund mehr, dem interreligiösen Dialog besonderen Raum zu geben.

Das schon traditionelle gemeinsame Fastenbrechen, genannt IFTAR, am 11.3.26 in unseren Räumen war wieder gut besucht, gesellig und einmal mehr ein Genuss an dem von den Teilnehmern vielfältig bestückten Buffet.

Dieses Mal gab es in Anschluss ans Essen einen informativen Programmteil zu Fastenzielen und -gebrächen im Ramadan, den unser Vorstandsmitglied Mustafa aus dem Irak – ergänzt um Informationen zweier weiterer muslimischer Vorstandsmitglieder aus Afghanistan und Syrien – vorbereitet hatte. Er stieß damit einen bereichernden Austausch unter den anwesenden Muslimen, Christen und Jesiden aus verschiedenen Herkunftsländern und mit verschiedener religiöser Prägung an.

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Der Lions Club Hürth lud am Freitag den 23. Januar ins Familienbüro „Mittendrin“ zur Übergabe der in 2025 gesammelten Spenden an Hürther Vereine und soziale Initiativen ein. Für die Hürther Brücke nahmen unsere beiden Vorsitzenden Anke Voerkel und Michaela Mönnig eine Spende von 3.000 € für Deutschkurse und anderweitige Unterstützungen von Migrantinnen und Migranten entgegen. Wir bedanken uns sehr für die großzügige Zuwendung, die uns dabei hilft, unsere Arbeit zur Unterstützung von Hürther Migrant*innen auch in 2026 in vollem Umfang weiterzuführen.

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„Wie helft ihr den Geflüchteten?“ und „Aus welchen Ländern kommen die denn?“ waren nur einige der Fragen, die uns Schüler und Schülerinnen einer altersgemischten Projektgruppe aus der „Gemeinschaftsgrundschule im Zentrum“ am 26. Januar bei einem Besuch in unserem Büro stellte. Sie brachten uns ein schönes selbstgemaltes Plakat mit, das mit Flaggen und in den jeweiligen Sprachen Migrant*innen willkommen heißt. Da waren sie bei uns genau richtig – schließlich ist die Hürther Brücke für eine Gruppe namens „Wir um die Welt AG“ der kürzeste Weg für eine Weltreise …