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Am 21. März hießen wir einer kleinen Tradition folgend Muslime und Nicht-Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen in unseren Räumen willkommen. Es war wieder ein herrliches multikulturelles Buffet entstanden, das am Freitagabend um genau – aber da wurde man sich zwischen den Türken und den Syrern nicht hundertprozentig einig – also individuell zwischen 18.54 und 18.58 Uhr eröffnet wurde.

Das gemeinsame Mahl bot rund 40 Personen, einige wenige mit Kindern, die Gelegenheit sich auszutauschen. Wir erfuhren viele sehr erfreuliche Entwicklungen unserer Klienten, beispielsweise wenn Ausbildungen gut liefen, Prüfungen geschafft waren oder Menschen zielstrebig – und sei es im zweiten Anlauf – ihren privaten und beruflichen Weg verfolgten. Zwei Jugendliche überraschten uns mit ihren ausgeprägten künstlerischen Fähigkeiten und Ambitionen und es entstand zwischen Teilnehmern der ein oder andere Kontakt zur gegenseitigen Hilfe und zum Austausch von Erfahrungen.

Selbstredend haben am Schluss alle mitangepackt beim Aufräumen und Saubermachen. Keine Frage also, dass wir der Tradition des Iftar in der Brücke im nächsten Jahr treu bleiben!

 

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An dem lautstarken Protestzug mit Trommeln und Kochtöpfen durch die Kölner Innenstadt nahmen auch wir am 25. Januar teil. Trotz ungemütlichem Wetters haben mehrere Zehntausend Menschen gegen rechts demonstriert. Etwa 40.000 nahmen nach Schätzungen der Polizei an dem lautstarken Protestzug durch die Innenstadt teil. Aufgerufen zu dem Protest unter dem Motto «#5vor12. Laut für Demokratie» hatte das Bündnis «Köln stellt sich quer», das von zahlreichen Vereinen, Parteien, Gewerkschaften und Initiativen unterstützt wurde.

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musste es nach Meinung der jugendlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Herbstferien-Workshops „Hörspiel/Podcast“ schon sein, wenn sich in ihren selbst ausgedachten und eingespielten Hörspielen ausreichend Horror entfalten sollte! Da Halloween vor der Tür stand, war Gruseln natürlich ein naheliegendes Thema für die acht hochmotivierten Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren aus Afghanistan, der Ukraine, dem Iran und der Türkei.

Eine weitere erfolgreiche Kooperation der Hürther Brücke und des Kinderschutzbunds mit der Opernwerkstatt am Rhein in Frechen ermöglichte es, dass die Kinder unter Anleitung des professionellen Teams von Sascha von Donat und bester Betreuung und Mittagsversorgung durch unsere Ehrenamtlichen eine ganze Woche lang die Finessen einer Hörspielproduktion kennen und selbst anwenden lernten. Die Ergebnisse, zwei Halloween- und ein Weihnachts-Hörspiel, können sich hören lassen …

Denn ab Halloween können die Hörspiele der Kinder auf YouTube Music gestreamt werden. Viel Spaß beim Gruseln.

https://music.youtube.com/watch?v=k5hFZVNLFrU

https://music.youtube.com/watch?v=xkeu7aYTGIE

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Wir von der Hürther Brücke der Kulturen e.V. stehen Geflüchteten in unserer Stadt mit Beratung, Begleitung und dem Angebot des Spracherwerbs zur Seite. Wir sind eine Migranten-Selbstorganisation, was heißt, dass in unseren Reihen zu gleichen Teilen Migranten und inzwischen auch Geflüchtete ehrenamtlich mitarbeiten. Im nächsten Jahr tun wir das gemeinsam bereits 10 Jahre.

Aber was hat es gebracht? Und was treibt uns in Zeiten wie diesen nach wie vor an?

Wie bei vielen unserer Mitbürger war 2015 unsere Motivation zu handeln spontan und zutiefst menschlich. Das Spontane ist inzwischen einer gewissen Professionalität gewichen: Wir haben durch die Begegnungen nicht nur interkulturell viel voneinander gelernt (was eine wichtige Bereitschaft auf dem Weg zur Integration ist), sondern unterstützen Geflüchtete in Hürth mithilfe eines gewachsenen Netzwerks von Kontakten und umfangreichen Kenntnissen behördlicher Vorgänge. Nicht zu vergessen unsere stark nachgefragten Deutschkurse A1 bis B2 Beruf, unsere Nachhilfen und in der Regel erfolgreichen Prüfungsvorbereitungen sowie Angebote zum interkulturellen Austausch. All dies tun wir überwiegend ehrenamtlich. Zur Finanzierung unserer Fixkosten z.B. zur Deckung der Miete für unsere absolut notwendigen zentralen Räumlichkeiten sind wir angewiesen auf Spenden und öffentliche Förderungen – was problematisch ist, da diese jährlich deutlich geringer werden und womöglich bald ganz entfallen könnten.

Aber reden wir an dieser Stelle von unserer Motivation: Die Menschen, die zu uns in die Hürther Brücke kommen, schauen nach vorn, suchen ihren Platz in unserer Gesellschaft und möchten mit Ausbildung und Arbeit ihren Beitrag leisten und ihre Familien ernähren. Und das ist ein oft ein unglaublich langer Prozess mit vielen Hindernissen. Oft auch sehr anstrengend und ermüdend für uns, die wir ehrenamtlich beraten, begleiten und Sprache wie Kultur vermitteln.

Aber wir sehen und motivieren diejenigen, die ankommen wollen und trotz vieler Schwierigkeiten nicht aufgeben oder verbittern. Wir freuen uns uns auf der anderen Seite mit allen (und das waren in den letzten Jahren nicht wenige!), die mit unserer Hilfe (oder gern auch ohne),

  • durch fleißiges Lernen der – wie schon Mark Twain erkannte – „schrecklichen deutschen Sprache“ ihre Sprachprüfungen schaffen,
  • die uns nach langem Ringen freudestrahlend einen Ausbildungs- oder Arbeits-vertrag zeigen,
  • die zielorientiert und vor allem guten Willens sind und bleiben,
  • deren Kinder einen Kitaplatz bekommen oder schulisch ihren Weg machen,
  • die ihrerseits Bereitschaft zeigen, sich bei uns oder in der Gesellschaft helfend einzubringen,
  • und nicht zuletzt darüber, dass wir zu einem im Großen Ganzen in Hürth noch vergleichsweise friedlichen Miteinander beitragen können.

Eine besondere Freude und zusätzliche Motivation ist es für uns, dass wir den Hürther Heimatpreis 2024 entgegennehmen durften! Herzlichen Dank!

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Sommerferien sind zwar wunderbar, aber zuweilen für einige Zugewanderte etwas eintönig und sie festigen auch nicht gerade die mühsam erworbenen Deutschkenntnisse.

Daher gab es bei der Hürther Brücke in den letzten vier Wochen der Schulferien wie im letzten Jahr nicht nur unsere offene Tür für Beratungen, sondern auch wieder attraktive Sommerangebote, an denen im Sinne der Integration Geflüchtete bzw. Migranten und Ehrenamtliche gemeinsam teilnehmen konnten.

Unsere beliebten Samstagsausflüge luden ein zum Picknick und Tretbootfahren am Kalscheurer Weiher, zum Besuch des neuen interaktiven Kölschen Stadtmuseums mit anschließender Stärkung auf einem der Rodenkirchener Restaurantschiffe sowie zum gemeinsamen Grillen beim Hürther Rugbyclub.

Deutschlernende hatten die Gelegenheit, an jeweils einem Tag in der Woche ihrem Sprachniveau entsprechend (A1-2, B1, B2) an einem offenen Gruppenangebot teilzunehmen. Hier stand mit viel Sprechen, Spiel und Quiz der Spaß am Umgang mit der deutschen Sprache im Vordergrund. Ins Schwitzen über die deutsche Sprache kamen bei uns nur diejenigen, die von uns individuell auf eine anstehende offizielle Deutschprüfung vorbereitet wurden.

Ein besonderes Highlight in der vorletzten war der viertägige Workshop „Sandmalerei“ inklusive Mittagsimbiss in Kooperation mit der Opernwerkstatt am Rhein, in dem 13 jugendliche Migrant*innen unter Anleitung der Sandmalerin Olga Lysytska ihr eigenes künstlerisches Talent entfalten konnten (siehe https://huerther-bruecke.de/?p=2673).

  • Kalscheurer Weiher mit Bootsfahrt

 

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Es handelt sich hier keinesfalls um Fakenews, sondern um mit Sand auf einer beleuchteten Scheibe kreierte und unter geschickten Händen sich immer weiterentwickelnde Wesen.

Beim Start unseres viertägigen Workshops am Montag den 5. August konnten junge Migrant*innen unter Anleitung der Künstlerin Olga Lysytska erste eigene Erfahrungen in der Kunst der Sandmalerei machen. Dies war ein Sommerferien-Angebot der Hürther Brücke e.V. zusammen mit der Opernwerkstatt am Rhein, in deren Frechener Probebühne-Räumen der Workshop stattfand. Die großzügige Spende der Bürgerstiftung Hürth von sechs Sandmal-Koffern gab allen Jugendlichen ausreichend Raum zum kreativen Ausprobieren.

Die elf Mädchen und zwei Jungs im Alter zwischen 12 und 19 Jahren kamen überwiegend aus der Ukraine, einige aber auch aus Syrien, Afghanistan, Tunesien und Guinea. Immer zu zweit an einem Sandkoffer waren alle eifrig und kooperativ bei der Sache, auch wenn die feine Linien­führung mit Rieseln aus der bloßen Hand nicht jeder oder jedem auf Anhieb gelang. Aber dank der anregenden und schrittweisen Veranschaulichung auf der großen Leinwand und der zauber­haften Art der Künstlerin Olga gelang es den Kids zunehmend, die beson­dere Technik des Geschichtenerzählens mit Sandbildern auf ihre Art zu meistern und ihr künst­lerisches Talent zu entfalten.

Das abschließende Highlight am letzten Tag des Workshops, nämlich die einstündige Lesung des Märchens „Hänsel und Gretel“ mit sandanimierter Bebilderung durch Olga, regte die Jugendlichen an, in Kleingruppen selbst Märchen wie z.B. „Aschenputtel“ im Sandkoffer zu animieren. Uliana (17) aus der Ukraine interessierte sich am Schluss sogar für die Kosten eines beleuchteten Sandkoffers, da sie die Sandmalerei zusätzlich zu ihrem Hobby Zeichnen als wunderbare Erweiterung ihrer darstellerischen Möglichkeiten erfahren hatte.

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Der deutsche Sommer hat auch zu unserem diesjährigen Sommerfest noch sein Bestes gegeben, passend zu den köstlichen internationalen Büffetspenden unserer Mitglieder und Klient*innen und zur stimmungsvollen Live-Musik vom „Hürther Künstlertreff“ auf dem Platz. Alles in allem ein gelungenes Beieinander vor den großen Ferien!

Unser Sommerfest wurde unterstützt durch
mit kostenloser Ausleihe von Mehrwegbechern

Die Hürther Brücke wird in der Ferienzeit zwar mit den Deutschkursen pausieren, aber zu Beratungen und Bewerbungshilfen ansprechbar sein. Darüber hinaus gibt es in den letzten vier Wochen der Schulferien wieder Lern- und Aktivitätsangebote sowie voraussichtlich ab dem 5.8. einen viertägigen Workshop, in dem Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren in die Kunst der Sandmalerei eingeführt werden. Hier wird frühzeitige Anmeldung empfohlen!

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Mit diesem Appell versammelten sich am 18. Juni 2024 anlässlich des 75. Geburts­tags des Grund­gesetzes fast 900 Schüler aus allen Hürther Grund­schulen am Bürgerhaus – und damit auch direkt vor unserer Tür.

Einer Anfrage der federführenden Rektorin Renate Adamy aus der Bodelschwinghschule um Unter­stützung vor Ort durch die Hürther Brücke kamen wir mit vollem Herzen nach: Unser roter Pavillon markierte das zentrale Bühnengeschehen, während in unserem Begegnungs­raum der Kaffee ein­ladend duftend bereitstand zur Stärkung der freiwilligen Ordnungs­kräfte – unter ihnen auch einige der Migrant*innen aus unseren Deutschkursen, die voller Begeis­terung über das anrührende Geschehen mitmachten.

In den folgenden knapp zwei Stunden präsentierten die Schüler der Klassen 1 bis 4 mit selbst­ge­machten Plakaten und jeder Menge freudigem Engagement die auch für Kinder wichtigen Artikel aus dem Grund­gesetz, ließen schwarz-rot-goldene Luftballons steigen und sangen alle zusammen mit dem Kinderlieder-Interpreten Suppi Huhn dessen Mottolied „Demokratie – Wir stehen auf diese Freiheit“. Stefan Brings war natürlich auch wieder da und ließ es sich nicht nehmen mit allen Kindern zum Schluss „Mir sin all nur Minsche“ zu singen.

Es war einfach großartig zu sehen, mit welcher Emotionalität und Ernsthaftigkeit künftige Demokrat*innen heran­wachsen können, wenn wir sie schon früh altersgerecht einbeziehen!

 

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Anlässlich des 75. Geburtstages der Bundesrepublik und angesichts der zuneh­men­den Bedrohung unserer Demokratie durch rechtsextreme Kräfte war es uns ein Anliegen, Demokratiebewusstsein und Motivation zur Partizipation in der Hürther Brücke zu stärken. Unterstützt vom Katholischen Bildungsforum Rhein-Erft e.V. planten wir daher einen Workshop zum Thema.

An fünf Terminen plus einer geplanten Abschlussexkursion nach Bonn zum Fest der Demokratie am 25.5. hat ein Team von zwei unserer Dozentinnen die Entstehung und die besondere Relevanz des Grundgesetzes einem gemischten Teilnehmerkreis von Migrant*innen und Ehrenamtlichen erläutert und mit ihnen über den Stand unse­rer Demokratie diskutiert. Der am letzten Termin gemeinsam in deutscher Sprache geschaute der Film „Die Welle“ von 2008 beeindruckte alle Teilnehmer*innen sehr und motivierte sie zu nachdenklichen Kommentaren.

Diese Veranstaltung hat sicherlich zum Gemeinschaftsgefühl und Bewusstsein von gemeinsamer zivilgesellschaftlicher Verantwortung aller Beteiligter beige­tragen.