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6.7.2019

Zu einem Fest haben sich im Juli alle Hürther Flüchtlingsinitiativen zusammengetan und luden ins Familienzentrum „Mittendrin“ auf der Bonnstraße ein. Viele Besucher, vor allem Familien mit Kindern, freuten sich über das bunte Bühnenprogramm mit Musik und Gesang. Ein großes Kuchenbuffet war reichlich gedeckt. An den einzelnen Ständen informierten die Initiativen auch über ihre Arbeit und Aktivitäten.

Bei der Hürther Brücke konnten die Gäste einen Button mit ihrem Konterfei bekommen. Die Umrisse kleiner Kinderhände wurden auf Leinwände gezeichnet und die Kinder konnten ihr eigenes Bild verzieren, bemalen und bekleben. Einige nutzten die Möglichkeit, ihren Eltern ein Geschenk zu basteln.

  • 06.07.2019 Sommertreff
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1.3.2019

Im März tauchten sie auf, ohne Ankündigung und im auffälligen Großformat: An den Bushaltestellen in unserer Stadt hingen Plakate unter dem Motto „Wir sind Hürther“. Darauf waren jeweils zwei Personen aus Hürth zu sehen, die Gesicht zeigen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft. Organisiert hatte die Aktion die Initiative #wirsindhürther und viele Vorstandsmitglieder und Helfer aus der Hürther Brücke der Kulturen machten mit. Alle Teilnehmer wollten zeigen: Egal, ob man in Hürth geboren wurde, vor einiger Zeit zuzog oder als Migrant in unsere Stadt kam – wir alle sind Hürther. Wir identifizieren uns mit der Stadt und wünschen uns ein Miteinander ohne Fremdenfeindlichkeit.

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Treffen mit Frank Rock im Düsseldorfer Landtag

01.10.2019

Viele Geflüchtete lernen bei der Hürther Brücke nicht nur Deutsch, sondern erfahren außerdem in unseren „Leben in Deutschland“-Kursen und bei thematischen Exkursionen Allerlei rund um unser Rechts-, Politik- und Gesellschaftssystem.

Anfang Oktober gab es für 17 Geflüchtete aus 11 verschiedenen Ländern die Gelegenheit, Politik in Nordrhein-Westfalen hautnah zu erleben: Bei einem nachmittäglichen Ausflug zum Landtag NRW in Düsseldorf bestaunten sie bei einer Führung die elegante und symbolträchtige Architektur des Landtagsgebäudes und trafen anschließend zu einer Fragestunde den Landtagsabgeordneten Frank Rock aus Hürth. Er begrüßte die Teilnehmer mit sichtlichem Interesse persönlich, so dass diese in ungezwungener Runde Fragen stellen konnten – was sie ungeachtet einiger sprachlicher Schwierigkeiten auch lebhaft und interessiert taten.

Natürlich brachten die Teilnehmer sie unmittelbar betreffende Missstände als erstes zur Sprache, wie die desolate Wohnsituation in Hürth durch den Mangel an finanzierbaren Wohnungen sowie die sehr unbefriedigenden Abläufe bei Arbeits- und Ausbildungsgenehmigungen seitens der Ausländerbehörde in Bergheim. Dies bedauerte Frank Rock sehr und wies darauf hin, dass in Hürth bereits Sozialwohnungen im Bau seien und bei der Ausländerbehörde ein starker Druck durch Personalmangel herrsche. Regionale Unterschiede bei der Auslegung des Ermessensspielraums von gesetzlichen Regelungen der Ausländerbehörden im Erftkreis und in Köln wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls thematisiert und Herrn Rock ein schriftlich dokumentiertes Fallbeispiel versprochen.

Die drängende Frage, warum Deutschland Waffen in Krisenländer, sprich auch in die Heimatländer der Geflüchteten verkaufe, wurde ebenfalls angesprochen. Frank Rock erklärte, dies sei zwar laut strenger Gesetze grundsätzlich illegal, doch leider gäbe es immer wieder Wege …

Die meisten Fragen gab es aber zu regionalpolitischen Themen wie zu Wahlen in NRW, der Arbeit von Abgeordneten, der Bedeutung der Abstimmungsmethode „Hammelsprung“ sowie zur Bundesstaatlichkeit und den regionalen Identitäten. In der mittlerweile sehr ungezwungenen Atmosphäre wollten die Teilnehmer auch wissen, warum Rock denn seinen Schulleiterposten in Hürth zugunsten der Politik in Düsseldorf aufgegeben habe und wie er mit dem Stress dieses Jobs zurechtkäme und überhaupt noch Privatleben vom Beruflichen trennen könne. Frank Rock gab bereitwillig Auskunft.

Nach dieser lebhaften Fragestunde, die mit einer halben Stunde Überziehung ihrem Nabmen nicht mehr ganz gerecht wurde, resümierte Herr Rock angetan: „Gar kein Problem. Das Gespräch mit Ihnen war spannender als alle anderen, die ich heute geführt habe.“

Die Exkursion war möglich geworden, weil die Hürther Brücke vom Landesministerium für Heimat NRW eine Zuwendung aus dem Programm „Heimat.Zukunft.NRW.“ erhalten hatte. Die Geflüchteten setzen sich derzeit im Rahmen dieses Projekts in mehreren Aktionen perspektivisch mit ihrer neuen Heimat Hürth in Nordrhein-Westfalen auseinander.

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Integration über Vermittlung in Ausbildung und Arbeit

Das Joblotsenprojekt des Vereins Hürther Brücke der Kulturen e.V. hat das Ziel, als Bindeglied zwischen Arbeitgebern und den Geflüchteten zu vermitteln. Beispielsweise helfen die Joblotsen zunächst bei der Vorbereitung auf schulische Abschlussprüfungen.

Wenn es darum geht, Bewerbungen zu schreiben und aussagekräftige Unterlagen zu erstellen, erarbeiten die Joblotsen gemeinsam mit dem Bewerber, wie sein bisheriger Lebensweg dargestellt werden kann. Denn: Geflüchtete Menschen haben meist keine Berufsausbildung in unserem Sinne, aber Fähigkeiten und Kenntnisse, von denen deutsche Unternehmen profitieren können.
Einen besonderen Aspekt legen wir auch auf die berufliche Integration von Frauen, für die der Einstieg in die Berufswelt mit besonderen Hürden verbunden ist.

Das JoLo-Projektteam arbeitet in drei Arbeitsbereichen:
• Nachhilfe, fachspezifische Deutschvermittlung und Bewerbungsunterstützung
• Begleitung während eines Praktikums und während der Ausbildung, Kontakt zu Betrieb und Auszubildendem
• Kontaktpflege mit den Betrieben zu Bedarfen

Nachhilfe und Berichtsheft
In einigen Berufen, für die Sprachkenntnisse von besonderer Wichtigkeit sind, zum Beispiel bei Sicherheitsanweisungen und im technischen Bereich ist vor allem ein spezifisches Fachvokabular gefragt. Unsere Joblotsen geben Geflüchteten nach Bedarf Nachhilfe für die Verbesserung der Sprachkenntnisse und vermitteln Fachbegriffe – vor und am Anfang einer Berufstätigkeit.

Gerade zu Beginn der Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme begleiten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter die jungen Menschen als Ansprechpartner und unterstützen in verschiedenen Schulungseinheiten.

Dabei pflegen sie gleichzeitig die Kontakte zu Schulen und Ausbildungsstätten, um Bedarfe zu erkennen und darauf eingehen zu können. Treten Fragen oder Probleme auf, stehen die Joblotsen den Beteiligten mit Kommunikationsangeboten sowie kultursensibler Aufklärung zur Seite.

Was wir anbieten
• Hilfe bei Bewerbungsschreiben und beim Lebenslauf
• Persönliche Begleitung beim Vorstellungsgespräch
• Kontakte zu und Kooperationen mit Schulen und Berufskollegs
• Unterstützung für Arbeitgeber bei auftretenden Fragen und Problemen
• Spezielle Nachhilfe
• Kontakte mit Firmen bei Jobsuche, EQJ und Ausbildungsplatz
• niedrigschwellige Integrationsangebote besonders für Frauen

Das Projekt erhielt für die Jahre 2020 und 2021 sehr hilfreiche Spenden von der IHK-Stiftung für Ausbildungsreife und Fachkräftesicherung sowie von der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln.

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16.3.2019

Sarata und Oliver haben sich aus Eigeninitiative der Frühjahrsputz-Gruppe in Hermülheim angeschlossen und tatkräftig Müll eingesammelt. Sie stammen aus Guinea bzw. Nigeria und sind seit zwei bzw. gut drei Jahren in unserer Stadt. Sie sprechen bereits gut Deutsch und es ist ihnen wichtig, sich als Bürger von Hürth auch ehrenamtlich zu engagieren. Oliver ist gelernter Schweißer, Sarata ist Juristin. Sie lernen weiter fleißig Deutsch und hoffen, bald eine Ausbildung starten zu können.
In Alt-Hürth war ebenfalls ein Aufräumteam unterwegs. Von der Hürther Brücke der Kulturen nahmen einige Schülerinnen und Schüler aus unseren Deutschkursen teil (Gruppenfoto). Sie „bewaffneten“ sich mit blauen Säcken und Greifern und rückten der Vermüllung unserer Stadt zu Leibe. Und nächstes Jahr? Sind wir bestimmt wieder dabei!

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19.3.2019
Exkursion zur Abwasserkläranlage Wesseling – ein (Geruchs)Erlebnis der besonderen Art
Selbst für unsere Migranten aus oft klimatisch ungünstigeren Klimaten ist es inzwischen selbstverständlich: Trinkbares Wasser kommt in Deutschland jederzeit unbegrenzt aus dem Hahn und verschwindet dann als Abwasser im Siphon, eben „aus den Augen aus dem Sinn“.
Bei einer Führung in den Abwasserkläranlagen Wesseling konnten die 19 Teilnehmenden nun mit mehr Sinnen, als ihnen teilweise lieb war, erfahren, mit welch aufwändigen Prozessen aus stinkender Abwasserbrühe wieder klares sauberes (Brauch-)Wasser entsteht, das in die Gewässer zurückgeleitet werden kann. Den Ausflug begleiteten die beiden Lehrerinnen Frau Zirfas und Michaela Mönnig unseres Orientierungskurses „Leben in Deutschland“ zum Thema Gesellschaft und Umweltschutz
Abwassermeister Frank Linden erklärte unserer Gruppe zusammen mit einer Vorschulgruppe aus Wesseling anschaulich und gut verständlich die mechanischen, biologischen und chemischen Reinigungsstufen in den Bunkern, Rohren und Becken und wies darauf hin, dass ca. 70 Prozent des gesamten deutschen Abwassers derartige Prozesse durchläuft. Sehr beeindruckt trauten sich einige Teilnehmer schließlich sogar, die Pellets von getrocknetem Klärschlamm in die Hand zu nehmen, und stellten dabei überrascht fest, dass diese nun gar nicht mehr eklig sind.
Zuletzt durften die Teilnehmer in Kleingruppen einen Blick ins Labor werfen. Dort erfuhren sie, dass sich die Kläranlage künftig mit einer Erweiterung darauf einstellt, auch Arzneimittelrückstände und Mikroplastik aus dem Wasser zu filtern.

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So ein herrliches Wetter kann sich jeder für seine Veranstaltung nur wünschen. Vielleicht hatte da ein (Wolfgang) Engel (vom Stadtsportverband) ein gutes Wort für die Beteiligten eingelegt.

Wir von der Hürther Brücke der Kulturen hatten einen gut besuchten Stand und boten Kinderschminken, Haare flechten und einige Geschenkartikel an – das eingenommene Geld ging zu 100 Prozent als Spende an den Verein.

Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm rundete das Fest bestens ab und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn wir wieder dabei sind.

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Wer wie die sogenannte Alternative fD anprangert, dass unangenehme Wahrheiten beschönigt würden, der sollte nicht mit Steinen werfen, wenn er im Glashaus sitzt. „Lügenpresse“ zu skandieren ist zwar im Zweifel einfacher, als die Wahrheit zu sagen oder sogar zu verbreiten. Wir helfen deshalb mal nach:

Der AfD-Stadtverband Hürth hatte auf dem Platz „An der Alten Synagoge“ nur wenige Tage nach dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht einen Infostand angekündigt. Einige Meter davon entfernt gestaltete Hürth bleibt bunt eine Demo/Mahnwache, friedlich und fröhlich. Schließlich ist es unser Anliegen, gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit unsere Stimme zu erheben und Zeichen zu setzen. Nur eine Woche zuvor hatten wir der Hürther Juden gedacht, die Leid erfahren hatten, deren Synagoge, Geschäfte und Wohnungen zerstört worden war.

Die Hürther AfD titelte nun auf ihrer Seite und bei Facebook: „‘Buntes Hürth‘ hiess uns heute in Alt-Hürth willkommen“ – und verdreht damit vollkommen die Tatsachen: Von „willkommen heißen“ kann keine Rede sein, die AfD-Leute wurden von Hürth bleibt bunt auch nicht „empfangen“, sondern allenfalls zur Kenntnis genommen. Die Demo war schlicht in vollem Gange, als sie auf dem Platz eintrafen. Einen Stand haben sie übrigens nicht aufgebaut.

Es ist ebenso wenig richtig, dass die AfDler sich später „unter die Demonstranten“ mischten. Die Demonstration richtete sich schließlich gegen ihre Ansichten. Richtig ist hingegen, dass gegen Ende der Veranstaltung uns Demo-Teilnehmern ein Gespräch aufgezwungen wurde. Man stellte sich uns nicht vor, sondern redete auf uns ein. Auf unseren Hinweis, dass wir die Politik der AfD ablehnen und beispielsweise ungeheuerlich finden, wie Herr Höcke seine Reden mit NS-Rhetorik spickt, entgegnete man uns „Was meinen Sie denn, ‚Autobahn‘ zum Beispiel?“ und was denn „daran schlimm sei“?

Nein: Wir meinen zum Beispiel Zitate vom „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“, von der „tausendjährigen Vergangenheit“, dem Ausspruch: „wenn wir unser Deutschland verloren haben, haben wir keine Heimat mehr“, dem „Volksverderber“, der „Umvolkung“ und der Verunglimpfung des Holocaust-Denkmals als „Denkmal der Schande“. Nicht zu vergessen den sagenhaften Ausspruch von Herrn Gauland, Hitler und die NS-Zeit seien „ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“. Zu „Autobahn“ sei noch gesagt, dass große Teile davon von Zwangsarbeitern gebaut wurden.

Die Hürther Brücke der Kulturen und Hürth bleibt bunt wendet sich gegen solche rassistische Einstellung. Ein sinnvolles Gespräch war also nicht möglich. Unserer Kritik stellte sich die AFD nicht, unsere Fragen wurden nicht beantwortet.

Außerdem wurde ein Vorstandsmitglied der Hürther Brücke der Kulturen auf der Demo fotografiert, ohne dass man sich zu erkennen gab. Sie trug ein Plakat mit der Aufschrift „OMAS GEGEN RECHTS“ (dies ist eine Initiative, die sich in Österreich gegründet hat und inzwischen auch Gruppen in Deutschland hat, z. B. in Köln). Ohne ihr Einverständnis veröffentlichte die AfD das Foto online; der Aufforderung, es augenblicklich von der Seite zu löschen, kam man bisher nicht nach.

Also, damit es der Letzte versteht: Die OMAS GEGEN RECHTS richten sich gegen Euch! Wenn Ihr wirklich daran glaubt, dass man der Presse nicht mehr trauen kann und sich lieber selbst im Internet informieren soll, dann ist es eine Ehrensache, wahrheitsgemäß zu berichten, oder?

Wir jedenfalls treten ein für ein weltoffenes Hürth, das Menschen in Not hilft und in dem Menschen verschiedener Kulturen miteinander friedlich leben können. Wir treten dafür ein, dass jedermann die Wahrheit verbreiten und die Unwahrheit anprangern darf. Wir wollen kein tausendjähriges Reich nach Hitlers Vorstellungen, sondern ein Deutschland, das für alle lebens- und liebenswert ist, nicht nur für Deutsche. Egal auch, welche Gründe Menschen dazu gezwungen haben, bei uns Zuflucht zu suchen und ihre Hoffnung mit uns zu verknüpfen. Die rassistischen und antisemitischen Äußerungen von AfD-Mitgliedern lehnen wir aus tiefster Überzeugung ab.

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05.12.2018 Spende des ASG

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hat unseren Verein mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro überrascht. Das Geld wurde im September anlässlich des „Festum Linguarum“ – des Sprachenfestes – am ASG eingenommen. Das Veranstaltungsprogramm gestalteten Klassen aus den Sprachzweigen Spanisch, Französisch, Englisch und Latein mit ihren Beiträgen. Kulinarische Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern umfasste das Speisenangebot.

Mit dem Erlös, der als Spende an die Hürther Brücke der Kulturen ging, möchte die Schule den Verein unterstützen. Schulleiterin Birgit Willenbrink überreichte den Scheck an unsere Vorstandsvorsitzende Elena Letezki.

Vielen Dank!