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Immer am ersten Sonntag des Monats veranstaltet die Gruppe Köln von Pulse of Europa eine Kundgebung auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom. Anfang März lautete das Thema Migration und Dieter Makowski vom Organisationsteam hatte uns eingeladen, einen Redebeitrag beizusteuern. Dem sind wir gern nachgekommen und berichteten von der Bühne über die Arbeit unseres Vereins, Schwierigkeiten mit Behörden und die Notwendigkeit, weiterhin Geflüchtete bei der Integration zu unterstützen. Lang anhaltender Applaus und einige Menschen aus dem Publikum, die uns anschließend ansprachen, zeigten, dass wir einen Nerv getroffen haben. Die Berichterstattung über Flüchtlingshilfe in Deutschland ist kaum noch präsent. Umso anrührender und beeindruckender kamen unsere Ausführungen zur aktuellen Situation beim Publikum an.

Hier kann unser Redebeitrag angeschaut werden:

Der Pressebericht:

PoE-Presse

Pulse of Europe, 1.3.2020 Köln RoncalliplatzEs geht um Migration und Integration.Es geht uns alle an:

Gepostet von Malte Franz Kubinetz am Sonntag, 1. März 2020
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27.1.2020

Was ist ein Stolperstein und warum heißen die kleinen Messingplatten so, die in Hürth an einigen Stellen in den Boden eingelassen sind? Diese Fragen waren Gegenstand einer Deutschstunde für Geflüchtete, die der Verein Hürther Brücke der Kulturen am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gab.

In der Mittagszeit putzte dann eine kleine Gruppe die Gedenktafel von Karl Lauer in Efferen. Die Hürther Brücke hat die Patenschaft für diesen Stolperstein übernommen. Der Verein wird ihn ab sofort mindestens zu Gedenktagen wie dem 27. Januar und dem 9. November (Erinnerung an die Pogromnacht) reinigen. Dem Vorstand ist es ein Anliegen, sich neben der Flüchtlingshilfe auch gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus einzusetzen.

Insgesamt sind in Hürth 32 Stolpersteine vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt worden. Sie erinnern an Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Sie liegen jeweils an der letzten bekannten Adresse. In Hürth haben die meisten Stolpersteine Paten. Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich an den Stadtarchivar Michael Cöln im Rathaus wenden.

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Heimat es …“ mit Präsentation der Aktivitäten

Am Sonntag, den 27. Oktober 2019, hat die Hürther Brücke der Kulturen auf einer Abschlussveranstaltung alle Projektaktivitäten präsentiert. Mehr als ein Dutzend Geflüchtete boten an Essensständen zudem kulinarische Spezialitäten aus ihren Heimatländern an.

Als Namen hatte die Hürther Brücke der Kulturen „Heimat es … wo du nit abseits stehs“ gewählt, eine Liedzeile von der Band Paveier, deren Sänger Sven Welter auch die Veranstaltung besuchte.

Der Bürgermeister der Stadt Hürth begrüßte die Besucher. Vorgestellt auf großen Plakaten mit einem jeweiligen Bericht konnten die zahlreichen Besucher den Ablauf der Aktivitäten erfahren. Erstmals stand nun auch der Fotokalender „Heimat Hürth 2020“ zum Verkauf, der aus der Fotoaktion des Projekts entstanden war.

Unterstützt wurde der Tag durch den Verein „Wir sind Hürther – weltoffen und tolerant“, der mit einem Stand selbstgebackener Waffeln das Angebot vervollständigte.

Die Besucher nahmen alle Angebote lebhaft wahr. Viele Interessierte stellten Nachfragen zu den einzelnen Projekten: beim Schulprojekt standen Lehrer und Lehrerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums für Fragen zur Verfügung und Romain Burgy erläuterte die Erfahrungen bei der Malaktion.

Auch der aus Hürth stammende Landtagsabgeordnete Frank Rock ließ es sich nicht nehmen, der Veranstaltung einen Besuch abzustatten. Weitere Vertreter der Parteien der Stadt waren zugegen und vor allem: viele Hürther Bürger, die gerne Kontakt zu den Neubürgern unserer Stadt aufnahmen.

Das gelungene Fest erfuhr im Anschluss sehr positive Berichterstattung in den Medien und lobende Kommentare in den sozialen Medien seitens einiger Besucher.

Das Projekt war aus unserer Sicht ein voller Erfolg, auch im Sinne unseres Ziels, Hemmschwellen zwischen Geflüchteten und Bürgern abzubauen und Integration zu fördern. Wir stehen im Kontakt mit anderen Flüchtlings­organisationen im Rhein-Erft-Kreis und stellen diesen gern, zum Beispiel bei einem Netzwerktreffen, als Anregung unsere Erfahrungen und die Umsetzung vor.

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Schüler und Geflüchtete betrachten den Begriff „Heimat“

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Hürther Albert-Schweitzer-Gymnasium stellte sich gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Konstantin Preppner die Frage, was Heimat für sie ausmacht. Geflüchtete setzten sich in ihren Deutschkursen ebenso damit auseinander und es wurde gemeinsam eine Projektidee entwickelt, die sich – nachhaltig – mit den Themen „gegen Rassismus und Gewalt, aber für Toleranz und Integration“ beschäftigen will.

Zunächst wurden Zitate, Fragen, Wünsche aus den ersten Gesprächen über Heimat festgehalten und auf der Abschlussveranstaltung präsentiert. Die Zusammenarbeit soll aber über den Jahreswechsel hinaus fortgesetzt werden. Beide Gruppen wollen sich dann auch treffen und gemeinsam über Heimat diskutieren. Geplant ist eine Ausstellung der Ergebnisse.

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Die neue Heimat Hürth: Fotografieren für einen Fotokalender

12 Geflüchtete haben zum Teil auf kleinen Ausflügen ihre neue Heimatstadt Hürth (besser) kennengelernt und ihre Lieblingsorte aus den unterschiedlichsten Perspektiven fotografiert. Es entstanden 12 berührende Fotos, die in einem Wandkalender für das Jahr 2020 im Format DIN A3 zusammengestellt wurden. Jedes Foto darin ist vom Fotografierenden kommentiert: Die Geflüchteten drücken dabei ihre Emotionen, Erinnerungen, prägende Eindrücke, Hoffnungen und Wünsche aus.

Erfahrungen über Begegnungen, Freundschaften, Erinnerungen an die alte Heimat, Zukunftsträume, Gemeinschaftserleben, vertraute Gerüche, neue Erfahrungen etc. prägen den Inhalt dieses außergewöhnlichen Kalenders.

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Neue Hürther fragen „alte“ Hürther

Eine kleine Gruppe von Teilnehmern aus unseren Deutschkursen befragte zusammen mit Radio Erft Bürger im Hürth Park: „Ich bin noch neu in Hürth und NRW. Was muss ich gesehen haben? Wo kann ich was erleben?“

Die Gruppe traf sich mit Reporter Markus Cremer im Hürth Park. Alle waren ein wenig aufgeregt, was sich aufgrund des lockeren und einfühlsamen Auftretens von Markus Cremer und auch der freundlichen Grundhaltung der befragten Bürger schnell legte. So entstand in den Gesprächen ein guter Austausch zwischen den Befragten und den Teilnehmern:

Abdulhakeem (28 Jahre, aus Syrien, Studium arabischer Literaturwissenschaften, seit 2015 in Deutschland) und

Arjumand (29 Jahre, aus Tadschikistan, im Heimatland Journalist, seit 2016 in Deutschland) –interessieren sich beide sehr für Kunst und Kultur. Sie erhielten entsprechende Tipps wie Museumsbesuche und Hinweise auf die vielfältige Theaterszene.

Surreya (40 Jahre, aus Afghanistan, BWL-Studium und Personalmanagerin im Heimatland, seit 2017 mit ihren Kindern in Deutschland).

Sie bekam für ihre Kinder Tipps wie das Tippolino in Kerpen, die Kölner Lichter und den Kölner Zoo. (Die Familie hat das Tippolino gleich am darauffolgenden Wochenende besucht.)

Moussa (20 Jahre, aus Guinea, macht gerade am Berufskolleg des Erzbistums Köln seinen Hauptschulabschluss, seit 2017 in Deutschland)zeigte sich in jedem Gespräch sofort fußballbegeistert. Er würde gern in der 2. Kreisliga spielen. So bekam er viele Hinweise auf die Hürther Fußballvereine, aber auch zum Beispiel auf Fortuna Köln.

In jedem Gespräch wurden natürlich das Phantasialand, der Kölner Dom, das Bowlingcenter Hürth, die Seen im Rhein-Erft-Kreis und vor allem das Schwimmbad „de Bütt“ in Hürth empfohlen. Insgesamt hat die Aktion allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und die Erfahrung im Austausch mit Hürther Bürgern empfanden sie als ausgesprochen positiv.

Die Interviews wurden am folgenden Tag gleich mehrfach auf Radio Erft gesendet und die Moderatoren riefen die Zuhörer auf, noch weitere Tipps zu melden.

Wir bedanken uns noch einmal an dieser Stelle bei Radio Erft – besonders bei Markus Cremer – für die Unterstützung bei dieser schönen Aktion. Bedanken möchten wir uns auch beim Hürth Park, der uns die Möglichkeit gegeben hat, die Befragung im Einkaufszentrum durchzuführen.

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Geflüchtete malen mit dem Kölner Künstler Romain Burgy

Am 5. Oktober 2019 traf sich eine Gruppe von geflüchteten Kindern und Erwachsenen im Saal des Familienzentrums „Mittendrin“ zu einer gemeinsamen Malaktion unter der Anleitung des Künstlers Romain Burgy. Sie erstellten anschließend eine Collage aus den gemalten „kleinen Kunstwerken“.

„Kunst ist grundsätzlich wichtig als eine Ausdrucksmöglichkeit für Menschen und auch besonders für Kinder, an der sie mit der richtigen Förderung wachsen können. Gerade für Menschen, die sich verbal nicht so gut ausdrücken können, kann ein Bild viel direkter sein und enthält nicht selten versteckte Botschaften. Über das Malen können Kenntnisse über die eigene Kultur vermittelt und auch selbst erfahren werden. Es werden Lebenszusammenhänge und Lebensformen deutlich, manchmal auch Vorurteile und Ängste. Spannungen können beim Malen erfahren und ausgehalten werden.

Im Kurs zum Thema Heimat konnte ich die Teilnehmer bei ihrer kreativen Malarbeit beobachten. Ich sah, wie versunken sie waren, und spürte, wie in ihrem Kopf ganz viel passierte, wie ausgeglichen und lösungsorientiert sie während ihres Schaffens waren, egal ob sie alleine oder im Team gemalt haben.

Über diesen Weg werden Neugier, Offenheit, Verständnis, Toleranz und Kreativität entwickelt. Ganz einfach: Kunst bildet.“
Romain Burgy

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Geflüchtete besuchen den Landtag NRW in Düsseldorf und treffen den Landtagsabgeordneten Frank Rock

Geflüchtete lernen bei der Hürther Brücke nicht nur Deutsch, sondern auch unser Politik- und Gesellschaftssystem kennen.

Deshalb konnte am 1. Oktober 2019 eine Gruppe mit 17 Geflüchteten aus 11 verschiedenen Ländern Politik in Nordrhein-Westfalen hautnah erleben: Bei einem Ausflug zum Landtag NRW in Düsseldorf bestaunten sie bei einer Führung die symbolträchtige Architektur des Gebäudes und trafen in einer Fragestunde den Landtagsabgeordneten Frank Rock aus Hürth. Er begrüßte die Teilnehmer mit sichtlichem Interesse persönlich und sie konnten in ungezwungener Runde Fragen stellen, was sie ungeachtet einiger sprachlicher Schwierigkeiten auch engagiert interessiert taten.

Sie brachten die sie unmittelbar betreffenden Missstände (fehlende finanzierbare Wohnungen, unbefriedigende Abläufe bei Arbeits- und Ausbildungsgeneh­migungen usw.) ebenso zur Sprache wie allgemein politische Themen, zum Beispiel Waffenlieferungen in Krisenländer. Die meisten Fragen gab es aber zu regionalpolitischen Themen, der Arbeit im Landtag und zu Herrn Rocks persönlicher Motivation und seiner Arbeit.

Nach dieser lebhaften Fragestunde resümierte Frank Rock angetan: „Das Ge­spräch mit Ihnen war spannendender als alle anderen, die ich heute geführt habe.“

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23.1.2020 Mit großer Dankbarkeit nahmen wir die Spende vom Lions Club Hürth entgegen. Im Rahmen eines herrlichen Salonkonzerts mit dem Duo „Schön mit Abgrund“ überreichte Heinz Fischer uns den Scheck über eine finanzielle Unterstützung unserer Arbeit. Wir haben uns sehr gefreut und es bedeutet uns viel, dass die Lions unsere Arbeit so wertschätzen.